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Eine einfache Website erstellen: in sechs gut überlegten Schritten kommt man so an den eigenen Auftritt im Internet. Aus meiner Erfahrung als SEO Freelancer habe ich diese Anleitung geschrieben - neutral, ohne Werbung für bestimmte Website Anbieter zu machen. Sie soll helfen, Zeit und Geld sparend eine eigene Homepage aufzubauen.

1. Recherchieren Sie, welche Begriffe im Internet häufig gesucht werden

Beim Website erstellen ist dies der wichtigste Schritt, bevor man sich Gedanken um eine Domain, das Webseiten System (CMS) oder Webdesign macht. Wenn eine Website für Sie verkaufen soll, muss sie bei den Suchmaschinen sichtbar sein. Das wird sie nur dann, wenn sie Begriffe enthält, die oft gesucht werden.
Oder anders formuliert: das was niemand sucht, braucht man auch nicht auf eine Webseite schreiben (liest ja dann sowieso niemand).

In einer Keyword Recherche schreibt man Begriffe auf, die zu den Produkten und Dienstleistungen des Unternehmens passen. Ermittelt man nun die Anzahl der Suchanfragen für jeden dieser Begriffe, bekommt man sehr schnell heraus, welche Suchbegriffe interessant sind und welche man besser durch Synonyme ersetzen sollte.

Sie können SEO Agenturen und SEO Freelancer anfragen, die das Suchvolumen mit Hilfe von SEO Tools nachsehen.

Erläuterung der Begriffe Homepage, Website und Webseite

  • Homepage = die erste Seite der Website, auch Startseite genannt
  • Website = die Homepage mit allen Unterseiten, also alle Inhalte des online Auftritts
  • Webseite = alternative Bezeichnung für die Unterseite einer Website

2. Machen Sie sich beim Website erstellen Gedanken über den Aufbau

Eine einfache Website besteht üblicherweise aus diesen Seiten:

  • Der Homepage - sie ist die Startseite der Website
  • eine Unterseite "Über mich" oder "Über das Unternehmen"
  • für jedes Produkt und jede Dienstleistung eine eigene Unterseite
  • eventuell eine Seite mit einem Blog, FAQ, Wissen etc.
  • Kontaktseite
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung

Machen Sie sich Gedanken, wie viele Unterseiten Sie für Produkte und Dienstleistungen brauchen. Überlegen Sie sich auch, ob Sie Ihr Wissen in Form von Blogbeiträgen oder Beantwortung von Fragen zur Verfügung stellen möchten.

Als (hoffentlich gutes) Beispiel können Sie sich an der Navigation dieser Website orientieren.

Mein Tipp: jede Webseite, die in den Suchmaschinen gefunden werden soll, benötigt mindestens 500 Wörter Text. Mit weniger Text kann ein Thema nicht ausreichend genug beschrieben werden.

3. Wählen Sie eine Domain

Die Domain ist die Internetadresse einer Website. Sie beginnt meistens mit "www", was nicht unbedingt erforderlich ist, sich aber etabliert hat. Dann kommt der Teil mit dem individuellen Namen (z.B. homepage-finden) und der Endung für das Land (z.B .at).

Man kann drei Arten von Domains unterscheiden:

  1. Eine Domain mit einem Fantasienamen (z.B. wie amazon.com)
  2. Eine Keyword-Domain (z.B. haarestattglatze.com)
  3. Eine Kombination aus beidem

Soll eine Webseite in Österreich bei google.at gefunden werden, wählt man die Endung .at. Die Endung .com verwendet man bei mehrsprachigen Webseiten, die international angezeigt werden sollen.

Die Auswahl der Domain sollte man sich gut überlegen, auch weil Google die Ranking-Faktoren der Domain zuordnet. Wie man eine Domain auswählt, lesen Sie in diesem interessanten Artikel „Die Domain richtig wählen: Sieben Tipps eines SEO-Experten“.

Die Österreichische Wirtschaftskammer gibt im Beitrag „Domains: Das müssen Sie beachten“ auch Hinweise zu Themen, die man rechtlich berücksichtigen muss.

Mein Tipp: ob eine Domain frei ist, können Sie zum Beispiel im Domaincheck des Anbieters easyname überprüfen.

4. Suchen Sie sich ein Webseitensystem (CMS) aus

Heutzutage ist es nicht mehr notwendig, eine Webseite in der Programmiersprache HTML selbst zu programmieren. Am Markt gibt es viele Webseiten Systeme, mit denen man den Inhalt einer Website verwalten kann. Man nennt sie CMS - Content Management Systeme.

Diese sind zum Teil so leicht wie ein Textverarbeitungsprogramm oder ein einfaches Grafikprogramm zu bedienen. So kann man als Webseitenbetreiber ohne Fachkenntnisse die Inhalte einer Webseite bearbeiten.

Diese Fragen sollten Sie bei der Auswahl des Webseitensystems klären:

  • sind Inhalte wie Bilder und Texte leicht zu bearbeiten?
  • wer macht die Sicherheitsaktualisierungen des CMS?
  • wie schnell ist das Webseitensystem auf Smartphones?
  • gibt es Funktionen, mit denen man die Einstellungen für SEO vornehmen kann?
  • wie flexibel lässt sich das Design anpassen?

Wenn Sie sich für ein Baukastensystem entscheiden, brauchen Sie sich keine Gedanken mehr über die Wahl eines Hostinganbieters machen. Diese sind meistens miteinander verbunden.
Möchten Sie ein freies CMS (wie zum Beispiel Wordpress oder TYPO3) verwenden, suchen Sie sich einen Hostinganbieter aus, der die Daten Ihrer Webseite speichert und online verfügbar macht.

Mein Tipp: es ist gut investiertes Geld, für Webhosting ein paar Euro mehr auszugeben, wenn die Sicherheitsaktualisierungen dafür gemacht werden. Dies ist wichtig, damit die Website möglichst nicht gehackt wird.

5. Befüllen Sie die Homepage und Unterseiten mit Inhalten

Jetzt können Sie anfangen, die Webseite aufzubauen. In Schritt 2 haben Sie sich ja schon Gedanken zur Seitenstruktur gemacht. Legen Sie die entsprechenden Unterseiten an und beginnen Sie, die Startseite mit Texten und Bildern zu befüllen.

Texte sollten Sie unbedingt selbst schreiben, damit Sie einzigartige Texte haben, die sonst keiner hat. Sich von anderen Webseiten inspirieren zu lassen ist legitim - Abschreiben ist verboten.

Bevor die Website online geht, sollten Sie unbedingt das Impressum und die Datenschutzerklärung ausfüllen. Wenn Sie diese Texte automatisch generieren möchten, hilft Ihnen der Impressum Generator und Datenschutz Generator für Österreich.

Mein Tipp: Investieren Sie am Anfang lieber mehr Zeit und Geld in gute Fotos anstatt in Grafik und Webdesign.

6. Webseite qualitativ und auf Keywords optimieren

Eine Website sollte eine möglichst hohe Qualität haben, damit sie die besten Chanchen hat, gefunden zu werden. Diese Fehlerquellen vermindern zum Beispiel die Webseiten Qualität:

  • die Angaben für die Suchvorschau bei Google sind unvollständig
  • es befindet sich zu wenig Text auf der Homepage
  • die Überschriftenstruktur ist fehlerhaft
  • Texte interner Links sind nicht aussagekräftig oder kommen mehrfach vor
  • Weiterleitungen von Adressen mit und ohne www sind nicht korrekt eingerichtet

Am Anfang sollte man die Homepage auf einige wichtige Keywords optimieren, die man in der Keyword Recherche ermittelt hat.

Wer seine Homepage selbst auf Keywords und qualitativ optimieren will, kann dies online in einem SEO Workshop machen. Alternativ kann man auch eine SEO Agentur oder einen SEO Freelancer um Unterstützung fragen.

Geschafft! Eine einfache Website ist aufgebaut.

Mit Abarbeitung von Punkt 6 hat man es geschafft, eine einfache Website aufzubauen. Sie muss nicht unbedingt viele Unterseiten haben, um zu verkaufen.  Man muss auch nicht ständig neue Blogartikel schreiben, um gute Rankings zu bekommen. Im Gegenteil:
langfristig interessante Inhalte haben sorgen für gute Sichtbarkeit - und die müssen Sie im besten Fall nur einmal schreiben. 

Die Zufriedenheit der Webseitenbesucher entscheidet, ob eine Website in den Suchergebnissen angezeigt wird. Ich wünsche jedem, der eine neue Webseite aufbaut, gutes Gelingen bei dieser spannenden Aufgabe!